Reisefoto des Monats: Magha Puja Day

Die Lang-Fassung

“Reisefoto des Monats” aus einem Buddhistischen Kloster in Nordthailand

Das Foto, das Sie hier sehen, entstand bereits am 14.02.2014. Ausgewählt habe ich es u.a., weil heute wieder ein „Magha Puja Day“ ist. Ich war damals mit meiner Frau auf einer 6-monatigen Reise unterwegs. Ein Teil unserer Reise führte uns auch nach Chiang Mai, im Norden Thailands, wo wir mehrere Wochen bei Freunden verbrachten. Glücklicherweise fiel der Magha Puja Tag auch in diesen Zeitraum. Ich hatte schon vor unserer Anreise recherchiert, welche Fotomotive und Events ich in Chiang Mai gerne fotografieren wollte, und der Magha Puja Tag gehörte dazu. Gleich zu Beginn unserer Zeit sprach ich mit meinem Freund Tum und bat ihn um einen Tipp, wo es besonders schön/interessant sein würde, das Fest zu fotografieren. Und richtig, er hatte sofort eine Idee, in welches Kloster wir gehen sollten. Denn, so sagte er, zum einen sei die Zeremonie dort besonders schön, und zum anderem gäbe es dort einen kleinen (künstlichen) Wasserlauf. Mit etwas Glück hätten wir also auch eine Chance, Spiegelungen in unsere Komposition zu bringen. Und der Tipp war Gold wert, wie ich finde …

Der Magha Puja Day

Beim Magha Puja Day handelt es sich um einen Feiertag der Theravada-Buddhisten Thailands, Laos’, Sri Lankas, Myanmars und Kambodschas. Der Tag soll an eine spontane Versammlung von 1.250 Schülern des Buddha erinnern, die zusammengekommen waren, um den Buddha predigen zu hören. Dieser Tag fällt immer auf den Vollmondtag des dritten Mondmonats im traditionellen thailändischen Kalender (Ende Februar oder Anfang März), er findet daher in jedem Jahr an einem anderen Datum statt.
Der Name ist zusammengesetzt aus Māgha (Pali: Name des dritten Mondmonats) und Pūjā (Pali: verehren), Māgha Pūjā ist also ein Tag zur Verehrung des Buddha und seiner Lehre am Vollmondtag des dritten Monats.

Quelle: Wikipedia

Was macht die Aufnahme fotografisch interessant?

Dieses Foto lebt in erster Linie vom Motiv. Und wenn ich es in einem meiner Workshops zeige, nutze ich gerne zur Einleitung das folgende Zitat:

„If you want to be a better photographer, stand in front of more interesting stuff.“

Jim Richardson

Wenn wir interessante Motive haben, ist es oft nicht mehr schwer, auch ein interessantes Foto zu machen. Das gilt zwar nicht immer, aber doch sehr oft. Natürlich müssen wir uns immer noch ein paar Gedanken machen, z.B. über die Komposition und wie wir das Foto aufnehmen möchten. Bei dem Bild hier nutze ich (im Gegensatz zu fast allen anderen) die Gelegenheit, in einem der Klostergebäude in den ersten Stock zu gehen und auf eine Art Veranda zu treten, um von dort einen besserenWinkel zu bekommen. Da ich nun etwas weiter entfernt war, wechselte ich zu meinem 70-200mm Telezoom-Objektiv, um den Ausschnitt wieder entsprechend formatfüllend abzubilden. Ich nutze eine Brennweite von 140mm. Da ich das Objektiv auf einer Nikon D7000 mit APS-C Sensor verwendete verlängerte sich die Brennweite (gerechnet aufs Vollformat) um den Faktor 1,5 auf 210mm. Die Lichtverhältnisse waren zwar sehr atmosphärisch, aber auch eine Herausforderung! Ich fotografierte im manuellen Modus, aber mit ISO-Automatik. Bei max. Geöffneter Blende (f/2.8) konnte ich mit einer 1/60 Sekunde den ISO-Wert auf 2000 „reduzieren“. ISO 2000 ist für die D7000 leider schon nicht mehr ihre „Komfortzone“. Aber eine noch längere Belichtungszeit traute ich mir damals bei der Brennweite nicht zu. Und alles in allem bin ich ganz zufrieden mit meiner Entscheidung. In einer „idealen Welt“ hätte ich wohl ein Monopod (Einbeinstativ) dabei gehabt. (Ein Dreibeinstativ hätte ich ohnehin nicht aufbauen dürfen). Dann hätte mich an einer 1/30 Sekunde versucht und den ISO-Wert auf 1000 runter gebracht. Aber, wie heisst es doch: „Hätte, hätte …“

Zurück zum „Learning“

Recherche vorab und Recherche vor Ort zahlen sich fast immer aus! Man bekommt u.U. die Chance wirklich tolle Motive zu fotografieren. Dann liegt es an uns, es nicht zu „versauen“, sondern das beste daraus zu machen. 😉

Der „Bildersteckbrief“ (Die Kurzform für Eilige)

Wann und wo entstanden?

  • 14. Februar 2014
  • Chiang Mai, Thailand

Warum ausgesucht?

  • Thema Recherche
  • Interessantes Motiv
  • Anspruchsvolle Aufnahme-Situation

Die Technischen Details des Fotos

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.