Fotoreise nach Ladakh – Sept/Okt 2021

Eine Premiere …

Vom 27. September bis 10. Oktober 2021 wird es eine neue Fotoreise mit mir nach Ladakh, Nordindien, geben. Es wird sich in diesem Fall um eine “Pilot-Reise” handeln, da ich selbst bisher noch nicht in Ladakh war!

Die Fotos in dieser Galerie stammen daher auch nicht von mir, sondern sind alle von © Ashfaq Rah, meinem Indischen Partner, mit dem ich die Ladakh Tour organisiere.

Warum biete ich entgegen meiner üblichen Philosophie eine Pilotreise an?

Es ist ein Experiment, da ich so etwas auch noch nicht gemacht habe. Den Plan nach Ladakh zu reisen habe ich schon lange, und als ich mit einigen Teilnehmer*innen während einer anderen Fotoreise darüber sprach, waren sie „Feuer & Flamme“. Auf meinen Einwand, dass ich aber zu Recherche-Zwecken zunächst allein nach Ladakh reisen müsste, sagten sie, dass sie lieber gleich mit reisen würden, statt noch ein Jahr zu warten. Ich ließ mir die Idee durch den Kopf gehen und freundete mich mit dem Gedanken an. Allerdings wollte ich dann unbedingt den richtigen Partner für Ladakh haben! Und den habe ich inzwischen gefunden. Mit Ash war ich zunächst über Distanz im Kontakt und habe mich dann im März in Delhi mit ihm getroffen. Eigentlich sollte es nur ein kurzes persönliches Kennenlernen werden. Drei Stunden später erinnerte mich meine Frau, dass wir eigentlich noch andere Pläne für den Tag hatten! Kurz, die Chemie stimmte auf Anhieb. Wir haben jetzt eine Reise konzipiert, auf die ich Sie gerne mitnehme, obwohl ich sie selbst noch nicht gemacht habe. Und Ash wird uns bei dieser ersten Runde auch selbst begleiten.

Was und wo ist Ladakh?

Ladakh war ein einst unabhängiges buddhistisches Königreich, das sich zwischen den Gebirgsketten des Himalaya und des Karakorum und dem oberen Tal des Indus erstreckte. Es ist bekannt für die Schönheit seiner entlegenen Berge und die tibetisch-buddhistische Kultur, daher wird es auch als “Klein-Tibet” bezeichnet. Das Gebiet des Königreichs ist heute ein Teil von Indien und Pakistan, die Region Aksai Chin wird von der Volksrepublik China kontrolliert.

Seit dem 31. Oktober 2019 ist Ladakh ein s.g. “Unionsterritorium” Indiens. Zuvor war es eine Division des indischen Bundesstaates Jammu und Kashmir und nahm fast 40% von dessen Fläche ein. Ladakh besteht aus den Verwaltungsdistrikten Kargil und Leh. Leh ist auch die Hauptstadt von Ladakh mit ca. 27.500 Einwohnern. Das Gebiet ist weitgehend hochgebirgig und mit 290.000 Einwohnern (laut Zensus 2001) insgesamt nur dünn besiedelt.
Die Täler befinden sich auf einer Höhe von 3000 m und die Berge erreichen sogar Höhen von über 7.000 m ü. d. M.. Unweit von Leh befindet sich der Khardong-Pass, einer der höchsten befahrbaren Pässe der Welt.

Das Unionsterritorium Ladakh in Indien

Informationen zur Fotoreise 2021 nach Ladakh

Reise-Zeitraum

Die Ladakh-Fotoreise beginnt am 27.09.2021 in Delhi, Indien, und endet am 10. Oktober 2021 ebenfalls wieder in Delhi. Die Inlandsflüge von Delhi nach Leh und zurück werden jeweils über den Tour-Agenten organisiert und sind bereits Teil der Fotoreise. Ihre internationalen Flüge nach Delhi und von dort zurück nach Deutschland (oder in andere Länder) organisieren Sie selbst.

Maximale Gruppengröße

Die Reise ist auf max. 9 Teilnehmer*innen begrenzt.
Wier werden uns in Ladakh mit Allrad-Autos bewegen. Das ist notwendig, da die Strassen teils recht rau und unwegsam sind. Für unsere Gruppe stehen vier Autos zur Verfügung, sodass jeder einen Fensterplatz hat.

Unsere Route*

27. September – Tag 1: Ankunft in Delhi

Delhi ist für uns nur ein Zwischenstopp, weil wir nicht am gleichen Tag weiter nach Leh kommen. Bei der Ankunft werdet ihr abgeholt und zum Hotel gebracht. Voraussichtlich lohnt es nicht, am 27. noch in die Stadt zu fahren. Wir werden uns daher (optional) im Hotel zusammen setzen. Wer möchte, kann natürlich auch schon vorher (auf eigen Faust) nach Delhi reisen und dann am 27,09. im Hotel oder am 28.09. für den Flug nach Leh zu uns stoßen. Wer das möchte kann mit unserem Tour-Operator Ash sprechen, dann organisiert er auf Wunsch die Übernachtung(en) und ein Programm für euch. Meine Empfehlung wäre allerdings, eher am Ende der Tour ein paar Tage dran zu hängen.

28. September – Tag 2: Flug von Delhi nach Leh und Fahrt von Leh nach Alchi

Frühmorgens werdet wir zum Abflug gebracht. Die Flugzeit von Delhi nach Leh beträgt 1,5 Std.. Nach unserer Ankunft in Leh fahren wir noch einmal ca. 1,5 Std. über die Indus River Route nach Alchi. Alchi gilt als eine liebliche Oase in der Outer Zanskar Region. Während wir an farbenfrohen Dörfern und Gebirgsklöstern vorbei fahren, wird die Fahrt immer interessanter. Wir verbringen den Rest des Tages mit Ausruhen und der Gewöhnung an die Höhe. Alchi ist 500m niedriger als Leh, das auf 3.500 Metern liegt. Dies wird uns die Akklimatisierung vereinfachen. Außerdem gibt es in Alchi einige schöne Cafés, wo wir die Menschen in den Straßen beobachten und physisch und mental gut ankommen können.

29. September – Tag 3: Alchi und Tia Village

Der vorangegangene Tag stand im Zeichen der Akklimatisierung, und an unserem dritten Tag geht es nun auf Entdeckungstour in Alchi. Trotzdem werden wir es immer noch ruhiger angehen lassen, als das sonst bei meinen Fotoreisen der Fall ist. Nach dem Frühstück ziehen wir durch den Ort und fotografieren, wie das Leben erwacht. Am Nachmittag (ca. 15:00 Uhr) fahren wir in das interessante Dorf Tia (Fahrzeit ca. 45 Minuten). Hier treffen sich oft am späten Nachmittag tibetische Frauen, die wir fotografieren wollen. Wir verbringen den Nachmittag und frühen Abend in Tia, bevor es zurück nach Alchi geht.

30. September – Tag 4: Von Alchi nach Lamayuru (65 Km / 2 Std. Fahrzeit)

Morgens verlassen wir Alchi und fahren durch das Industal nach Lamayuru. Auf dem Weg kommen wir durch das berühmte ‘Moonland’, eine einmalige Landschaft beeindruckender Felsformationen. Bei unserer Ankunft in Lamayuru besuchen wir das Kloster des Dorfes. Es wird als eines der ältesten in Ladakh betrachtet und beherbergt auch heute noch über 400 Buddhistische Mönche! Sie werden dort ausgebildet, um später in Klöstern auf der ganzen Welt zu arbeiten und diese zu leiten. Das Kloster wurde auf der Spitze verschiedener Gesteinsschichten erbaut und wirkt, als wenn es von einer übermenschlichen Macht dort balanciert wird. Direkt daneben ist eine Felsschlucht, in der sich der Lamayaru River wie eine Schlange durch das Tal meandert. Das Dorf selbst ist nahe am Fluss unterhalb des Klosters erbaut. Die grünen Felder und der Fluss Drogpo, der sich hindurch zieht, bieten einen willkommenen Kontrast zu der schroffen und unwirklichen Umgebung.

01. Oktober – Tag 5: Von Lamayuru nach Dah (110 Km / 4 – 5 Std. Fahrzeit)

Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg Richtung Dah Valley. Auf dem Weg dorthin machen wir einen Abstecher und besuchen das kleine Dorf Skurbuchan. Hier werden wir einige Zeit durch die pittoresken schmalen Gassen des Dorfes wandern. Im Anschluss gehrt es weiter nach Dah. Das Dorf ist bekannt für seine Menschen, die als Nachkommen von Alexander gelten und sich in ihrem Aussehen deutlich von den übrigens Ladakhi unterscheiden. Dazu gehört, dass viele ältere Menschen Hüte aus Blumen tragen. Bei unserer Ankunft checken wir zunächst im Camp ein und versuchen dann gemeinsam unser Glück im Dorf.

02. Oktober – Tag 6: Von Dah nach Leh (4 Std. Fahrzeit)

Nachdem Frühstück treten wir unsere Rückfahrt nach Leh an und besuchen unterwegs das Likir Kloster. König Lha-chen-rgyal-po gründete dieses Kloster bereits im 11. Jh.. Wir werden das Kloster aus verschiedenen Perspektiven fotografieren. Nach unserer Ankunft in Leh besuchen wir das Markt-Gelände und lassen den Tag langsam ausklingen.

03. Oktober – Tag 7: Leh

Frühmorgens besuchen wir das Kloster, um die Gebete zu erleben, die – abhängig vom Monat – ca. gegen 6 Uhr beginnen. Entsprechend früh wollen wir dort sein und nehmen dann unser Frühstück erst im Anschluss an die morgendliche Fotosession. Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg die Straßen von Leh zu erkunden und wollen u.a. die Brotbäcker bei der Arbeit fotografieren. Später machen wir uns dann auf den Weg zum Palast. Der Palast in Leh ist einerseits interessant, um tiefere Einsichten in die Kultur und Geschichte Lehs zu bekommen, andererseits werden wir von drot einen schönen Blick auf die darunter liegende Stadt haben. Später nehmen wir lokale Taxis, um noch einmal zum Markt-Gelände zu fahren und dort auf einer anderen Route zurück zum Hotel zu laufen. Der Nachmittag steht dann zur freie Verfügung.
Später am Abend fahren wir dann zu einer Burg auf einem Berg, von der wir einen schönen Panorama-Blick auf die Stadt und die umliegenden Berge haben, die teils 6.000 Meter hoch ragen. Auch werden wir hier schöne Bilder von Gebetsfahnen machen können und bis nach Einbruch der Dunkelheit die erleuchtete Stadt mit Stativen fotografieren.

04. Oktober – Tag 8: Von Leh nach Nubra (120 Km / 5 Std. Fahrzeit)

Es wird eine abenteuerliche Fahrt durch faszinierende Landschaften und über den beeindruckenden Khardungla-Pass auf 5.300 Metern über dem Meeresspiegel. Er gilt als der höchste befahrbare Pass der Welt. Nahezu jede Kurve bietet hier eindrucksvolle Aussichten, die wir immer wieder für kurze Foto-Stopps nutzen und uns so auch angsam an die Höhe gewöhnen. Vom Pass From fahren wir entlang des Shyok Flussbeckens in die Hunder Region im Nubra Valley. Die Landschaft hier ist rau und urzeitlich und verändert sich doch ständig. Die Region ist berühmt für ihre Farmen, Sanddünen und ihre Zweihöckrigen Kamele. Bei unserer Ankunft checken wir zunächst im Resort ein und machen im Anschluss eine Foto-Session in in den Sanddünen.

05. Oktober – Tag 9: Von Nubra Valley zum Diskit Festival

Da Festivals in dieser Region generell später anfangen, können wir noch in Ruhe frühstücken. Danach geht es zum ca. 7 Km entfernten Diskit Kloster. Wir verbringen hier den ganzen Tag und nehmen unseren Lunch aus Picknick-Boxen.
Das Diskit Gustor Festival geht über zwei Tage. Zu den Höhepunkten gehört der Sieg des Guten über das Böse. Dazu gehört die symbolische Tötung und Verbrennung des Abbilds des Bösen, mit der Das Festival endet. Wir werden die Lamas bei ihrem heiligen Maskentanz beobachten und fotografieren. Begleitet werden sie dabei von der Musik verschiedener Instrumente, wie Trommeln, Becken und den berühmten langen Hörnern, die uns in eine andere Welt entführen.

06. Oktober – Tag 10: Von Nubra nach Dakthok (5 Std. Fahrzeit)

Nach dem Frühstück treten wir unseren Rückweg Richtung Leh an. Dabei ist die erste Hälfte des Rückweges identisch zum Hinweg. Dann zweigen wir jedoch Richtung Warila-Pass ab. Auf dieser Strecke haben wir gute Chancen, Yak-Hirten mit ihren Tieren zu treffen, die wir dann porträtieren wollen. Bei unserer Rückkehr checken wir im kleinen Guest House Sakti Village ein. Am Nachmittag besuchen wir gemeinsam das Chemry Koster, das wir auch von unten mit kleinen Stupas im Vordergrund fotografieren werden.

07. Oktober – Tag 11: Von Dakthok nach Tsomoriri

Diesmal gibt es ein zeitiges Frühstück, nachdem wir zum Tsomoriri-See fahren, einem der schönsten der Region! Es ist eine lange Fahr von 6 – 7 Stunden, aber wir werden zwischendurch Fotostopps einlegen. Bei unsere Ankunft beziehen wir zunächst unser einfaches Lager und gehen dann den See fotografieren.

08. Oktober – Tag 12: Tsomoriri

Noch vor dem Frühstück fotografieren wir eins der Highlights der Tour, die Pashmina Ziegenhirten von Changthang. Wir werden früh dort sein, um den Beginn des Tages mit ihnen zu erleben und sie dabei zu fotografieren, wenn sie die Ziegen melken. Nach ca. 1,5 Std. fahren wir zurück zum Camp und gönnen uns unser Frühstück. Danach fahren wir zurück nach Leh. Dort angekommen checken wir im Hotel ein und nehmen dann ein gemeinsames Abschiedsessen ein einem Tibetischen Restaurant. 

09. Oktober – Tag 13: Rückflug von Leh nach Delhi

Nach unserem gemeinsamen Rückflug nach Delhi checken wir dort im Hotel ein. Wir werden früh in Delhi ankommen, sodass es nach einer kurzen Ruhepause lohnt, die Stadt zu erkunden. Ein Ziel wird Bangla Sahib sein, ein schöner Tempel der Sikh mit beeindruckenden offenen Küchen. Mittagspause machen wir in einem Restaurant im Stadtzentrum. Anschließend besuchen wir die Jama Masjid, Indiens größte Moschee, in der sich bis zu 20.000 Gläubige zum Freitagsgebet versammeln. Weiter geht es dann zum Chandni Chowk und dem Spice Market im Zentrum Alt-Delhis. Dort gönnen wir uns auch einmal die Vogelperspektive von einem Rooftop-Restaurant auf das Treiben unter uns. Am Abend nehmen wir zunächst Fahrrad-Rikshaws und dann den Bus zurück zum Hotel

10. Oktober – Tag 14: Abreise von Delhi

Heute endet die gemeinsame Tour und ihr werdet vom Hotel zum Abflug gebracht – es sei denn, ihr hat noch individuelle Pläne, bei denen euch unser Tour-Operator Ash gerne behilflich ist. Wer zum ersten Mal in Indien ist (oder, wer noch nicht dort war), könnte sich z.B. mit einem Besuch des Taj Mahal im nahegelegenen Agra belohnen. Ich würde dann allerdings eine Übernachtung in Agra empfehlen, damit ihr zum Sonnenuntergang und zum Sonnenaufgang dort sein könnt.

* Die Route und unser Itinerary ist so geplant. Es kann aber immer passieren, dass es notwendig ist, flexibel zu reagieren und die Route oder Aspekte des Reiseablaufs zu ändern.

Preis

Der Preis für die Ladakh-Fotoreise liegt bei € 2.550 (USD 3.050) pro Person im Doppelzimmer.

Im Preis enthalten:
  • Die Inlandsflüge Delhi – Leh – Delhi (economy class)
  • Local Guides
  • Übernachtung im Doppelzimmer (13 nights)
    – Aufpreis für ein Einzelzimmer ist USD 500,- (nur nach Verfügbarkeit)
  • Alle Transfers (Maximum 3 Teilnehmer in einem Auto) Ladakh -Teil und Bus-Transfers in Delhi
  • Eintrittsgelder für Klöster, Gärten etc. 
  • Kamera-Fees
  • Sightseeing gemäß Itinerary (s.o.)
  • Environmental Fees & Inner Line Permits
  • Vollpension: Frühstück, Lunch und Dinner gemäß Itinerary – außer am ersten Tag in Delhi
  • Sauerstoff-Zylinder für Tsomoriri und Nubra Valley im Auto
  • Transfers in Delhi
  • Alle current relevanten Steuern
Im Preis NICHT enthalten:
  • Internationale Flüge
  • Airport Departure Tax
  • Alle Flug- oder Zugtickets jenseits der oben genannten
  • Alle Extra Essen oder Getränke jenseits der o.g.
  • Alle Dienstleistungen jenseits der o.g.
  • Gebühren für das Einreisevisum nach Indien
  • Evakuierung aus medizinischen Gründen (z.B. Höhenkrankheit)
  • Persönliche Ausgaben, wie Bar-Rechnungen, Telefon-Rechnungen, Getränke, Medizin, Reiseversicherung etc.
  • Trinkgelder

Bildergalerie mit Fotos von Ashfaq Rah