Wer ist Thorge Berger?

Was bin ich für einer, wie ticke ich?

Wenn Sie hier sind, wollen Sie vielleicht wissen, “Wer dieser Thorge Berger eigentlich ist”!? Ich habe mir überlegt, dass ein chronologischer Lebenslauf (allein) möglicherweise nicht das vermittelt, was Sie erfahren wollen und auch nicht das vermittelt, was ich gerne vermitteln möchte. Daher habe ich nach Alternativen gesucht und mir Fragen überlegt, die Sie vermutlich mitbringen und/oder deren Beantwortung Sie vielleicht interessant finden. Sie finden diese Fragen in Form von Überschriften hier auf der Seite und können auch über das Inhaltsverzeichnis (über diesem Absatz – muss ggf. ausgeklappt werden) direkt zu dem entsprechenden Abschnitt springen. Falls Sie doch lieber einen chronologischen Lebenslauf bevorzugen, finden Sie diesen am Ende dieser Seite. Ich freue mich über Ihr Feedback, falls ich aus Ihrer Sicht die richtigen Fragen gestellt und beantwortet habe oder, wenn Sie mich wissen lassen möchten, was Sie ggf. vermissen.

Was waren wichtige Erfahrungen und „Meilensteine“ in meiner eigenen Entwicklung?

Wie alles begann

Das “Reise-Gen” vermachten mir (und meinem Bruder) meine Eltern sicher schon früh, da sie uns während unserer Kindheit auf viele Reisen mitnahmen. Zur Fotografie gekommen bin ich aber vor allem durch meinen Vater, der in jungen Jahren selbst viel in der Welt unterwegs war und stets spannende Fotos und Geschichten von seinen Reisen mit nach Hause brachte, die er uns dann während langer Dia-Abende zeigte und erzählte. Als ich 16 wurde, bekam ich meine erste eigene Nikon-Kamera zum Geburtstag und fing an, selbst zu fotografieren. Ich fotografierte damals sowohl mit Dia- als auch mit Schwarz-Weiß-Filmen und ging oft nach der Schule in die Dunkelkammer, die es in einem nahgelegenen Jugendzentrum gab. Ich war damals mit Begeisterung bei der Sache!

Verdrängung – anderes war wichtiger

Mein Interesse an der Fotografie wurde in den kommenden Jahren jedoch von einer anderen Leidenschaft verdrängt: Ich entdeckte zeitgleich meine Liebe zur Musik und wollte unbedingt “Rock-Star” werden! 😉

Aber ernsthaft: Ich spielte Gitarre in der Band “The Slam” und zum Leidwesen meiner Eltern nahm ich die Sache viel ernster als mein Studium der Germanistik, Anglistik und Musikwissenschaft. Und tatsächlich veröffentlichten wir auch zwei Alben (“Wanna Smell You” 1988 und “Stuck” 1990) und gingen spielten viele Konzerte in Clubs in der ganzen Republik. Die Band zerfiel jedoch 1992, und ich jobbte damals bereits nebenher bei einem kleinen Platten-Label namens “Roadrunner Records” woraus dann ein Vollzeit-Job wurde. 1994 bekam ich dann von der Musikfirma EMI das interessante Angebot, als Product Manager zu arbeiten. Dort lernte ich auch meine spätere Frau Heike kennen. Hatte ich während unserer Club-Tourneen noch häufiger fotografiert, verschwand diese Leidenschaft leider fast gänzlich, als ich für EMI arbeitete, da ich mich voll auf meine Karriere als Musikmanager konzentrierte.

Selbstständigkeit – ein neuer Lebensabschnitt beginnt

Ende der Neunzigerjahre zeichnete sich der Niedergang der Musikindustrie bereits ab. Ich war damals General Manager im Bereich Marketing und Vertrieb und mit vielen strategischen Entscheidungen der Geschäftsleitung nicht mehr einverstanden, sodass ich 1999 die Konsequenzen zog und verließ EMI verließ. Meine Frau Heike hatte bei EMI die Personalentwicklung aufgebaut, wovon ich selbst “Nutznießer” war, weil ich als “Führungsnachwuchskraft” über ein Jahr lang an verschiedenen Seminaren und Workshops für “Potenzialträger” teilnehmen durfte. Als ich dann Führungsraft wurde, stellte ich fest, dass vieles von dem, was ich gelernt hatte, beim Rollenwechsel tatsächlich sehr wertvoll für mich war.
So entdeckte ich schon damals meine Affinität für diese Themen und gab viel von meinem Wissen an meine Mitarbeiter weiter, mit denen ich selbst regelmäßig Workshops durchführte. Meine Frau und ich gründeten Ende 1999 unsere eigene Firma PE-Support, (PE=Personalentwicklung) die wir auch heute noch – nach über 20 Jahren – mit viel Enthusiasmus gemeinsam betreiben.

Eine alte Leidenschaft erwacht zu neuem Leben

Im Laufe der ersten Jahre der Selbstständigkeit fotografierte ich zwar wieder, aber wir machten anfangs kaum Urlaub und unsere Firma beanspruchten meine Aufmerksamkeit.
Erst im Jahr 2005 erwachte meine alte Leidenschaft zur Fotografie zu neuem Leben. Unsere Firma lief inzwischen sehr gut, und es war Zeit, mal wieder so richtig Urlaub zu machen! Wir wollten für mehrere Wochen mit dem Rucksack durch Südostasien ziehen. Für die Reise kaufte ich mir das damalige Einstiegsmodell im digitalen Spiegelreflex-Kamera-Bereich von Nikon, die D 70, und ein „Reise-Zoom-Objektiv” von Tamron (18-200mm). Als es losgehen sollte, konnte meine Frau nicht sofort mitreisen, sondern musste zwei Wochen später nachkommen. Ich flog also, ausgerüstet mit meiner neuen Kamera, zunächst alleine nach Thailand und reiste von dort weiter nach Laos. Meine Frau kam später nach, und wir trafen uns in Thailand. Gerade in der Zeit, als ich alleine unterwegs war, fing ich erneut an, mich für Fotografie zu begeistern. Zwar war ich auch vorher schon mehrfach in Südostasien unterwegs gewesen und hatte fotografiert, aber zum ersten Mal konnte ich das Ergebnis sofort sehen und feststellen, welche Einstellungen “funktionierten” und welche nicht! Wenn letzteres der Fall war, unternahm ich einfach einen einen “2. Versuch” mit neuen Einstellungen und prüfte das Ergebnis. Auch die Tatsache, dass ich meine Bilder den Menschen auf dem Display zeigen konnte, die ich fotografierte, war eine fantastische neue Möglichkeit. Meine Leidenschaft entbrannte neu und meine Motivation und meine Lernkurve nahmen eine steile Entwicklung nach oben!
In den kommenden Jahren reiste und fotografierte ich wieder viel, verbesserte mein Sehen und meine technischen Fähigkeiten und dachte, ich würde “schon ziemlich gute Fotos machen”.

Neue Leidenschaft Digitalfotografie

Eine einmalige Chance …

2008 lernte ich bei einer Reise in Vietnam den Fotografen Spencer Montero und seine Frau, die Journalistin Vibeke, kennen. Wir zogen gemeinsam los und unterhielten uns viel über Fotografie. Dann erzählte mir Spencer, dass der amerikanische Fotograf Steve McCurry, dessen Arbeiten ich sehr bewunderte, immer wieder mal “Photo Expeditions” machen würde, bei denen man ihn begleiten konnte. Im folgenden Jahr las ich dann auf seiner Webseite, dass er wieder eine solche “Photo Expedition” geplant hatte. Und zwar nach Indien!
Zu diesem Zeitpunkt war ich noch nicht in Indien gewesen, aber es war in meiner Vorstellung eine Art “Sehnsuchtsort” und stand ganz oben auf meiner “Bucket-List”. Jedoch wollte mich meine Frau damals nicht begleiten. Wir waren viel zusammen gereist und ein gutes “Reise-Team”, aber trotz positiver Erfahrungen auf Sri Lanka (“Indien light”, wie wir es damals nannten), nach Indien zu reisen schreckte sie (damals) mehr, als dass es irgendeinen Reiz auf sie ausgeübt hätte. Und nun tat sich also plötzlich die Chance auf, mit Steve McCurry nach Indien zu reisen! Leider war die Investition dafür heftig. Der Mann ist halt ein weltbekannter Fotograf. Aber nach einigen schlaflosen Nächten und gutem Zureden meiner Frau entschloss ich mich, das Geld zu investieren und mich für die Indien-Reise mit Steve anzumelden! Und so stieg ich Ende Februar 2010 das erste Mal in einen Flieger nach Indien …

Unterwegs mit Steve McCurry – Frustration und (doch) eine “lebensverändernde Erfahrung”

Mit Steve McCurry in Indien

Diese Reise war in gewisser Weise tatsächlich eine “lebens-verändernde-Erfahrung”. Zum einen entdeckte ich meine Liebe zu Indien, einem Land, von dem ich vorher nur eine vage Vorstellung hatte. Im Laufe der letzten Jahre habe ich es immer bereist und es hat mir viele unglaublich viele schöne Momente, Begegnungen, Erfahrungen – und Fotos ermöglicht!
Zum anderen lernte ich auf der Reise mit Steve McCurry sehr viel mehr, als mir damals bewusst war. Und ich lernte es “auf die harte Tour”. Sein New Yorker Büro hatte mich im Vorfeld zur Reise angeschrieben und angeboten, dass ich ein s.g. “Portfolio-Review” mit ihm machen könnte. Ich sollte 20-25 Bilder zusammenstellen und er würde sich zu Beginn der Reise Zeit nehmen und mir Feedback geben. Ich verbrachte einige “schlaflose Nächte” bei der Überlegung, welche Bilder ich Steve zeigen wollte und suchte letztlich meine gefühlt besten 20 Bilder aus. Tatsächlich war ich dann ziemlich enttäuscht von dem Portfolio-Review mit Steve, und zwar, weil er so gut wie nichts zu meinen Bildern sagte! Natürlich hatte ich gehofft, dass ihm das ein oder andere Foto gefallen würde. Auch hatte ich gehofft, dass er mir wertvolle Tipps geben würde, wie ich denn (noch) bessere Fotos machen könnte. Aber, was auch immer ich mir vorgestellt hatte, er war damals äußert wortkarg und sein Feedback empfand ich als ausgesprochen “dünn”. Meine Erfahrung deutete nicht darauf hin, dass Steve seine Rolle in irgendeiner Weise als (mein) “Mentor” sah, und zunächst war ich ziemlich enttäuscht und frustriert.

Erkenntnisse reifen – Mehr gelernt, als gedacht!

Im Nachhinein waren jedoch (mindestens) zwei Hinweise dabei, die sich als äußerst wertvoll für mich herausstellen sollten …

Die Bedeutung von Licht

Zu einem Foto, auf das ich damals ziemlich stolz war, sagte Steve: “Bei dem Licht würde ich gar nicht raus gehen!” Es handelte sich um ein Bild von einer Reihe buddhistischer Mönche, die ich in Bagan, Myanmar, während eines Festivals fotografiert hatte, bevor ihnen die Gläubigen ihre Opfergaben überreichten. Das Bild gefiel mir, weil die Reihe der erwachsenen Mönche durch ein einziges Kind, einen Novizen, unterbrochen wurde, der auch als einziger direkt in die Kamera sah. Zwar war ich in dem Moment, als Steve mir sein Feedback gab, gewissermaßen fast “beleidigt”. Aber als ich mich später, etwas weniger emotional, noch einmal damit auseinandersetzte, wurde mir dann doch klar, was er meinte: Gute Fotos leben maßgeblich auch von gutem Licht! Ich hatte zwar ein Motiv entdeckt, das möglicherweise Potenzial für ein gutes Foto gehabt hätte, aber es war draußen zur Mittagszeit entstanden, und das Licht war extrem hart. In diesem Licht ist es nahezu unmöglich ein wirklich gutes Foto zu machen. Licht, … ich wollte zukünftig nicht mehr nur auf Motive, sondern mehr auf Licht achten.

Bilder erarbeiten

Bei einem anderen Bild sagte Steve zu mir: “Das ist nicht schlecht, zeig mir mal die anderen aus der Serie.” Ich guckte ihn verdutzt an und sagte, ich hätte keine Serie gemacht, sondern nur das eine Bild. Daraufhin antwortete er fast ärgerlich: “Bist du verrückt!? Digitale Fotos kosten doch nichts, warum machst du nur ein Bild!?” Auch dieses Feedback arbeitete in mir weiter. Mir wurde klar, dass ich noch eine Angewohnheit aus “analogen Zeiten” beibehalten hatte. Damals war ich meist knapp bei Kasse und jede Aufnahme auf Film kostete auch gleich Geld. Daher machte ich lieber nur ein Foto (pro Motiv), um noch Film für andere Gelegenheiten zu haben und Geld zu sparen. Aber, Steve hatte ja recht: digitale Fotos kosteten nichts (jedenfalls nicht, solange ich mit meinem Speicher auskam). Die andere Erkenntnis brauchte zwar etwas länger, war aber fast noch wichtiger für mich: Irgendwie erwartete ich damals, dass gute Fotos so entstehen, dass ein genialer Fotograf im richtigen Moment an der richtigen Stelle steht, einmal auf den Auslöser drückt und das geniale Foto im Kasten hat. So begann mit seinem Feedback für mich der Erkenntnisprozess, dass gute Fotos oft “erarbeitet” werden! Zwar gibt es natürlich den oben beschriebenen (Glücks-)Fall, ein Foto und schwupp – perfekt! Aber deutlich häufiger ist wohl die Variante, dass Fotografen sich ein Bild “erarbeiten”, also viel variieren und ausprobieren, bis das eine perfekte Bild dabei ist! Dieser Erkenntnisprozess bekam übrigens noch einmal neuen Schub, als ich in Istanbul die Magnum-Ausstellung “Contact Sheets” besucht habe. Die Fotoagentur Magnum hat für diese Ausstellung nämlich die Kontaktabzüge zu weltberühmten Fotos veröffentlich, so dass man alles sehen konnte, was der Fotograf noch fotografiert, variiert und ausprobiert hat, bis das eine “ikonische Foto” dabei war. Die Ausstellung gibt es meines Wissens nicht mehr, aber Magnum hat auch einen Bildband mit gleichem Titel auf den Markt gebracht, den ich sehr empfehlen kann.

Durch Beobachtung lernen

Ich lernte auf der Reise mit Steve noch eine Menge mehr, allerdings nicht mehr durch Feedback oder Erklärungen sondern dadurch, dass ich ihn bei seiner Arbeit beobachtete. Alle meine Erkenntnisse und Learnings hier Aufzuzählen, würde zu weit führen, aber ich teile sie gerne in meinen Workshops und Seminaren. 😉

Wissensdurst

Auf jeden Fall war ich “angefixt”! Mein Wissensdurst und meine Motivation waren neu entfacht! Nach meiner Rückkehr fing ich an, noch mehr Bücher zum Thema Fotografie zu lesen, Videos und Filme anzusehen und Fotoworkshops zu besuchen.

Warum tue ich, was ich tue? Was ist meine Motivation, was will ich?

Ich war bereits fünf Jahre als Trainer und Coach selbstständig und liebte meinen Beruf, als mich 2005 die Begeisterung für die Fotografie und das Reisen wieder packte. Auf meiner “fotografischen Entwicklungsreise” war ich 2010 in Indien jedoch noch einmal einen großen Schritt vorangekommen. Und einen Aspekt, der mir schon früh gefallen hatte, baute ich immer weiter aus: Fotografieren bietet auch die Möglichkeit, mit fremden Menschen in Kontakt zu kommen! Ich war glücklich mit meinen Begegnungen und den Bildern und wollte dies nun mit anderen teilen. Es schien also Zeit für mich zu sein, in die Öffentlichkeit zu gehen! Ich organisierte, zusammen mit einem kleinen Galerie-Café namens “Liederkranz” bei mir in der Nähe, meine erste Fotoausstellung, die ich “Spannende Begegnungen” nannte. Die Ausstellung lief wirklich toll! Und neben dem schönen Feedback, das ich zu meinen Fotos bekommen habe, konnte ich auch nahezu alle ausgestellten Bilder verkaufen. Es machte mir großen Spaß, mit den Besuchern der Ausstellung in den Austausch zu gehen, und das beflügelte meine Motivation noch einmal. So reifte in mir die Idee, mehr aus meiner Leidenschaft „Reisefotografie“ zu machen, langsam weiter.

Eine Idee reift …

Während des Indien-Trips mit Steve McCurry war ich nicht der einzige Fotograf, der ihn begleitete – wenngleich der einzige aus Deutschland. Oft war ich während dieser Reise auch ohne Steve mit anderen Fotografen zu zweit oder als 3er-Team unterwegs. Wir verstanden uns sehr gut, inspirierten uns und gaben uns gegenseitig Tipps und Feedback. Gerade von meinem Zimmergenossen Olivier Borson, einem französischen Fotografen, der auf Réunion lebt, bekam ich wertvolle Anregungen, da er einen völlig anderen fotografischen Ansatz verfolgt. Kurz gesagt, ich lernte eine Menge, konnte auch selbst andere unterstützen und wir hatten viel Spaß miteinander. Und das häufig eben auch ohne Steve. Des Weiteren war die Reise vom indischen Veranstalter auch sehr gut organisiert, sodass die „Rahmenbedingungen“ perfekt passten. Im Nachhinein beantwortete ich mir die Frage, ob die Reise auch ohne Steve McCurry sehr wertvoll für mich gewesen wäre, mit einem eindeutigen JA! Was jedoch gewährleistet sein muss, ist, dass es viele spannende Motive gibt, man “zur richtigen Zeit am richtigen Ort” ist und die Reise insgesamt gut organisiert ist. Der Gedanke arbeitete in mir weiter …

Eigene Fotoreisen – Bhutan ist der Anfang

Im Jahr 2011 reiste ich alleine nach Bhutan, diesem kleinen Königreich im Himalaya, und lernte das Land und seine Menschen auf Anhieb lieben. Man kann Bhutan nur mit einem Reiseveranstalter aus Bhutan bereisen und meiner hieß damals Tashi. Zwischen uns stimmte auf Anhieb die Chemie und meine bhutanischen Begleiter (Guide und Fahrer) waren während der Reise sehr offen für meine Wünsche als Fotograf. Ich brachte eine Menge guter Bilder von meiner ersten Bhutan-Reise mit. Aber ich merkte auch, dass ich den Austausch und die gegenseitige Inspiration vermisste, die mir bei dem Indien-Trip so gut gefallen hatten. Und da eine Bhutan-Reise leider recht teuer ist, reiste ich zur “Off-Season” und blieb nur relativ kurz im Land.
Nach meiner Rückkehr dachte ich, dass es sich allemal lohnen würde, zusammen mit ein paar anderen Fotografen noch einmal nach Bhutan zu reisen. Und so sprach ich einige der Fotografen an, die ich auf der Indien-Reise kennengelernt hatte, ob sie nicht Lust hätten, mit mir nach Bhutan zu fahren. Ich zeigte ihnen meine Bilder und war ziemlich überrascht, als nahezu alle, die ich angesprochen hatte, auch zusagten und einige sogar noch Freunde mitbringen wollten! Und so organisierte ich mit Tashi meine erste eigene Fotoreise, die 2012 nach Bhutan führte. Die Idee ging voll auf: Es war eine fantastische Reise! Wir alle hatten eine Menge Spaß, haben sehr viele schöne Bilder gemacht, uns – wie gehofft – wieder gegenseitig inspiriert und hinterher sogar noch eine Gemeinschaftsausstellung mit unseren besten Fotos organisiert!

Erste Fotoreise nach Bhutan
Die erste von Thorge Berger organisierte Fotoreise: 2012 am “Tigernest” in Bhutan

Noch während ich mit der Gruppe im Himalaya unterwegs war, erfuhr ich, dass 2013 in Indien eine s.g. „Maha Kumbh Mela“ stattfinden sollte. Das ist das größte Pilgerfest der Welt, zu dem buchstäblich Millionen Menschen und tausende Sadhus reisen, die heiligen Männer Indiens. Ich erlebte 2010 bei dem Trip mit Steve McCurry in Haridwar meine erste Kumbh Mela und war davon nachhaltig beeindruckt. Als ich nun erfuhr, dass 2013 eine „ganz besondere“ Kumbh Mela in Allahabad stattfinden sollte, hatte ich sofort die Idee, wieder mit einer Gruppe Fotografen dorthin zu reisen! Ich fing also noch während meiner ersten eigenen Fotoreise in Bhutan an, die zweite vorzubereiten.

Im Februar 2013 folgte dann meine 2. Fotoreise, diesmal nach Indien. Auch diese Reise war ein voller Erfolg und die Kumbh Mela in Allahabad eine unglaubliche Erfahrung, die mich auch zu meinem Langzeitprojekt und meinem ersten Vortrag inspirierte. (Mehr zum Thema LIVE-Reportagen und Multivisionen finden Sie hier …) Mit einem Foto von dieser Reise wurde ich auch von der Zeitschrift Fotoforum zum „Grenzgang-Fotografen des Jahres“ gewählt, meine erste Auszeichnung. Inzwischen habe ich viele weitere Fotoreisen nach Indien, Bhutan, Myanmar und in den Iran organisiert. Wenn Sie Interesse haben, lesen Sie gerne auf der Seite Fotoreisen mehr darüber.

Warum traue ich mir das zu? Und warum bin ich gut in dem, was ich mache?

Sicher ist schon im Abschnitt oben klar geworden, dass meine Motivation Fotoreisen zu organisieren, maßgeblich davon geprägt ist, mit „Gleichgesinnten“ meine Liebe zur Fotografie und meine Faszination für andere Kulturen und Lebensweisen zu teilen. In vielen Bereichen meiner fotografischen Aktivitäten habe ich im Laufe der Jahre immer mehr Erfahrungen gesammelt, mich selbst reflektiert und viel gelernt.

Wie ich oben beschrieben habe, arbeite ich nach einer umfangreichen und intensiven Trainerausbildung bereits bereits seit dem Jahr 2000 als selbstständiger Trainer, leite Seminare, moderiere Workshops und Teamentwicklungen. Darüber hinaus unterstütze ich Menschen in Einzelcoachings; auch dafür habe ich dafür habe ich eine umfangreiche Ausbildung absolviert, sodass ich umfangreiche Erfahrungen mitbringe. 2015 kam mir die Idee, auch meine fotografischen Erfahrungen und Kenntnisse weiterzugeben, meine didaktischen Erfahrungen einfließen zu lassen sowie auf meine Expertise als Trainer und Coach zurückzugreifen. Am 8. November 2015 leitete ich erstmals ein Fotoseminar des Veranstalters „Grenzgang“ im Kölner Dumont Studio. Das Fotoseminar war „ein voller Erfolg“ und kam, wie die vielen darauffolgenden Fotoseminare und Workshops, die ich geleitet habe, bei den Teilnehmern sehr gut an (siehe hier zu die Feedbacks). 

Mittlerweile habe ich in vielen Bereichen meiner fotografischen Aktivitäten ein hohes Maß an Professionalität entwickelt und bringe nach wie vor viel Enthusiasmus mit und investiere gerne viel Zeit und Sorgfalt dafür, wovon Sie als Teilnehmer*in profitieren.

Ich habe ein ungebrochenes Interesse daran, die Vielfalt und Schönheit fotografisch festzuhalten und Fotografie als einen Weg der Verständigung zu verstehen und zu nutzen. Steve McCurry sagte damals über mich:

Thorge has a real passion for his photography and a tireless curiosity to explore this amazing world we live in.“

Steve McCurry

Und so ist es wohl. Ich bringe eine Menge Leidenschaft für die Fotografie mit und werde nicht müde, unsere faszinierende Welt zu bereisen und zu erkunden. Meine Frau muss mich da manchmal bremsen, weil ich am liebsten noch mehr Projekte und Reisen anschieben würde … 😉

Mehr zu den Themen Fotoreisen, Fotoworkshops, -seminare und Coaching sowie aktuelle Termine finden Sie auch hier auf den entsprechenden Seiten:

  • Fotoreisen
  • Fotoworkshops & Seminare
  • Termine

Live-Reportagen / Multivisionen

Neben meinen Fotoreisen und Fotoworkshops habe ich noch eine weitere Aktivität ausgebaut: Seit … stehe ich auch mit meinen Multivisions-Vorträgen auf der Bühne. Hier können Sie über diesen Teil meiner Aktivitäten mehr erfahren …

Wie ist der Kontakt mit mir, was sagen andere über mich?

Als Trainer, Coach und Berater arbeite ich schon lange mit Menschen, unterstütze sie in ihrer Entwicklung und arbeite auch gerne mit Gruppen. Es hat mir viel Freude bereitet, mich Ihnen hier vorzustellen, aber natürlich ist das mein Selbstbild.

Sicher interessiert es Sie aber auch, was die Teilmehmer*innen meiner Workshops Fotoreisen und Coachings mir in ihren Feedbacks rückmelden. Häufig lese ich dort, ich sei locker, „informell“, zugewandt/respektvoll und würde ihnen auf Augenhöhe begegnen, egal, wo jemand in seiner fotografischen Entwicklung stehe. Darüberhinaus sei ich immer in der Lage, eine Gruppe zu steuern.

Hier finden Sie viele ungekürzte Feedbacks und Testimonials von Menschen, die mich erlebt haben, mit denen ich gearbeitet habe und/oder die mit mir unterwegs waren …

Was sind meine Werte, was ist meine Haltung?

Wenn Sie den vorherigen Text auf dieser Seite gelesen haben, werden Sie vermutlich schon eine Idee davon haben, wie ich „ticke“. Aber nicht jeder möchte vielleicht so viel lesen und eine „Zusammenfassung“ kann ohnehin nicht schaden. 😉

Mir ist wichtig, Menschen auf Augenhöhe zu begegnen und Ihnen mit Respekt und Wertschätzung zu begegnen. Das gilt grundsätzlich, aber insbesondere, wenn ich in meiner Rolle als Reisefotograf in fremden Ländern unterwegs bin. Mir ist bewusst, dass ich immer auch „Botschafter meines eigenen Landes“ und unserer „Zunft der Reisefotografen“ bin. Menschen machen Erfahrungen und ich möchte – wenn ich kann – dazu beitragen, dass es positive Erfahrungen sind. Natürlich sind Konflikte etwas Natürliches und gehören zu einem menschlichen Miteinander. Ich versuche jedoch, diese in der jeweiligen Kultur angemessen und konstruktiv auszutragen. Meine Überzeugung ist, dass, wenn wir dies berücksichtigen, Reisefotografie und das Reisen grundsätzlich zu einem besseren Verständnis füreinander und insgesamt zu einem besseren Miteinander beitragen kann.

(Noch) Mehr über Thorge Berger

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