Peter Paul Althaus über eine (fast) verloren gegangene Fähigkeit

Wenn er reise, sagte er, würde er fort sein, und sein Dasein wäre dann ein Dortsein.“

Peter Paul Althaus

Ein Gedanke mit mehreren Ebenen …

Dieses Zitat habe ich erst kürzlich entdeckt, und es gefiel mir auf Anhieb. Zunächst musste ich über den Reim schmunzeln, dann wirkte die Aussage plötzlich nach … Denn, manchmal kommt es mir so vor, als hätten wir es fast verlernt: Ganz dort zu sein, wo wir gerade (wirklich) sind. Ich will gar nicht die alte Diskussion um Ablenkung durch Smartphones aufmachen. Viel lieber möchte ich mit Ihnen meine Erfahrung teilen, dass wenn ich reise und fotografiere, ich oft alles andere vergesse, was mich eigentlich gerade im Kopf beschäftigt! Und das empfinde ich als ausgesprochenes Geschenk. Ich habe mal von dem Begriff der „heilsamen Konzentration“ gelesen, und irgendwie scheint der mir hier sehr passend.

Aus meiner Sicht steckt aber sogar noch mehr in dem Zitat. Vielleicht geht es auch um die Aufforderung, Menschen dort sein zu lassen, wo sie gerade sind. Müssen wir wirklich ständig in Kontakt mit jemandem sein, nur weil es möglich ist? Als ich jung und auf Reisen war, war vom Internet noch keine Rede. Weg sein war weg sein. Und das war irgendwie auch toll!

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